Salbei-Altbewährtes aus der Natur

Salbei-Altbewährtes aus der Natur

Steht bei Ihnen ein Töpfchen Salbei auf der Fensterbank?

Nein, dann sollten Sie es schnellsten tun, denn Salbei ist nicht nur ein hervorragendes Küchengewürz, sondern auch eine altbewährte Heilpflanze.

Salbei (salvare-lat. =heilen) kam bereits in der Antike als Heilpflanze zum Einsatz. Ihr Artenreichtum ist so groß, dass weltweit ca. 900 verschiedene Salbeisorten bekannt sind.

Mönche waren es, die in der Zeit des Mittelalters den Salbei über die Alpen zu uns brachten und ihn in den Klosterküchen als Küchengewürz und Heilpflanze einsetzten.

Sie stellten aus Honig, Apfelessig und Salbei einen Sirup her, den sie vorwiegend bei Erkältungen, Husten, Heiserkeit, bei starkem Schwitzen sowie Hals- und Zahnfleischentzündungen erfolgreich zum Einsatz brachten.

Auch heute kommt Salbei bei diesen Erkrankungen zum Einsatz. Dabei sind es die Blätter, die über eine Arzneiwirkung verfügen.

Worauf beruht diese Wirkung?

Die Salbeiblätter enthalten ätherische Öle wie Thujon und Kampfer sowie Gerbstoffe (Rosmarinsäure) sowie Bitterstoffe (Carnosol) und Flavonoide.

Die Gerbstoffe haben eine zusammenziehende Wirkung auf die Schleimhaut von Mund- und Rachenraum. Dadurch können Krankheitserreger wie Bakterien und Viren nicht weiter eindringen und die entzündete Schleimhaut heilt ab.

Was ist bei der Anwendung zu beachten?

1. Verwenden Sie Salbei nur für kurze Zeit, also nur so lange Sie erkältet sind oder eine der anderen Indikationen besteht.

Längere Einnahmen können zu Vergiftungserscheinungen durch das Vorhandensein von Thujon führen. Thujone sind Nervengifte, die zu Schwindel, Verwirrtheit, epileptischen Anfällen und Halluzinationen führen können.

2. Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und Stillende sollten keinen Salbei zu sich nehmen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist zu beachten, das Salbei nicht  im Bereich von Mund und Nase zum Einsatz kommt, da es zur Atemnot führen kann.

3. Verwenden Sie Salbeiöl nur in verdünntem Zustand, da ansonsten Haut- und Schleimhautreizungen auftreten können.

4. Auch bei Asthmatikern ist Vorsicht geboten. Klären Sie mir ihrem Arzt ab, ob Sie Salbeiprodukte anwenden sollten. Zu vermeiden ist auf jeden Fall eine Inhalation mit ätherischen Ölen, da diese einen Asthmaanfall auslösen können.

5.  Sie können Salbei als Gurgellösung oder Tee sowie als Lutschbonbon verwenden.

Gurgeln Sie 6 bis 8 mal am Tag oder trinken Sie 3 Tassen Salbeitee täglich. Verwenden Sie dabei 2 Teelöffel pro Tasse.

Leiden Sie unter starkem Schwitzen., dann sollten Sie, vorausgesetzt, dass durch Ihren Hausarzt abgeklärt wurde, dass keine andere Ursache dafür vorliegt,  ca.30 Tage eine Trinkkur mit Salbeitee durchführen.

Haben Sie Fragen zu dieser Naturmedizin, dann wenden Sie sich an das pharmazeutische Fachpersonal Ihrer Apotheke vor Ort. Dort werden Sie mit Sicherheit fachkundig beraten.

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